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Fugenloses Bad gestalten
Fliesen im Badezimmer sind meist zwar Standard, doch unbedingt notwendig sind sie nicht. Wenn Sie die Wände oder den Boden in Ihrem Bad ohne Fliesen gestalten möchten, gibt es eine ganze Reihe von Alternativen:
Naturmaterialien wie Holz und Kork, moderne Wandverkleidungen aus Kunststoff und natürlich Putze. Bei richtiger Verarbeitung bieten sie einen ebenso guten Schutz vor Feuchtigkeit und Schimmel.
Sie wollen Ihr Bad renovieren, ohne Fliesen abzuschlagen oder neue verlegen zu lassen? Hier stellen wir Ihnen geeignete Baustoffe und Techniken vor und erklären, worauf es bei der Verarbeitung ankommt.

Welche Vorteile haben fugenlose Badezimmer?
- Ohne Fliesen gibt es keine Fugen, die Sie regelmäßig reinigen müssen, um Verfärbungen und Schimmelbildung vorzubeugen. Das spart Zeit und Geld.
- Werden Böden und Wände nicht von Fugen unterbrochen, ergibt sich ein ruhigeres Gesamtbild. Zudem erscheint ein neues Bad ohne Fliesen größer.
- Alternative Materialien können günstiger in der Anschaffung und Verarbeitung sein. Damit reduzieren sich die Gesamtkosten der Badrenovierung ohne Fliesen.
Welche Alternativen zu Fliesen gibt es?
Wenn Sie darüber nachdenken, ein Bad oder eine Dusche ohne Fliesen zu sanieren, stehen Ihnen alternative Wege der Badsanierung offen. Sie können die Wände mit Dekorplatten, Putz oder Tapete verkleiden.

Putz im Badezimmer
Welche Putze sind am besten geeignet?

Mineralische Putze und Lehmputze fürs Bad
Ein normal genutztes Bad zählt laut DIN V 18550 (Ausführung von Putz und Putzsystemen) nicht zu den Nass- oder Feuchträumen. Weil die erhöhte Feuchtigkeitsbelastung nur zeitweise auftritt, gelten Bäder in Wohnungen als „Räume mit üblicher Luftfeuchte“. Dafür sind Mineralputze auf Kalk-, Zement- oder Gipsbasis sehr gut geeignet. Sogar Lehmputz können Sie im Bad verarbeiten. Denn obwohl dieses Material von Natur aus nicht so feuchtebeständig ist, gibt es mittlerweile spezielle Lehmputz-Trockenmischungen für Badezimmer.
Und mit einer zusätzlichen, gut ausgeführten Oberflächenbehandlung, beispielsweise Wachsen oder Imprägnieren, können Sie den Feuchteschutz und die Stabilität der Putzschicht noch deutlich verbessern.
Gipsputze
Gipsputze dürfen nicht tief durchnässt werden oder ständig feucht sein, sonst wird der Gips instabil und bröckelig. Wird er aber nur zeitweise feucht und kann immer wieder gut durchtrocknen, schadet ihm das Wasser nicht. Wegen seiner Zusammensetzung kann er Wasserdampf und Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen und später wieder an die Raumluft abgeben.Kalkputze
Kalkputze bieten einen sehr guten Schimmelschutz, weil sie alkalisch sind und Schimmelpilze auf ihrer Oberfläche keine Nahrung finden. Allerdings müssen die Flächen gut saubergehalten werden. Ablagerungen wie Fett, Staub oder Schmutz verstopfen die Poren. Außerdem nützt die Schimmelresistenz des Mineralputzes nichts, wenn sich darauf ein organischer Nährboden bildet. Zu den schönsten und anspruchsvollsten Kalkputzen zählen Stucco Veneziano und Tadelakt. Diese traditionellen Kalkpresstechniken sind berühmt für ihre Wasser- und Witterungsbeständigkeit und werden seit Jahrhunderten auch für Bäder und Dampfbäder verwendet. Allerdings erfordern sie eine meisterhafte Technik, daher sollten Sie diese Tätigkeiten durch einen Fachhandwerker ausführen lassen.Zementputze
Zementputze werden besonders fest. Viele Profis, die mit dem Bad ohne Fliesen Erfahrungen haben, setzen Zementputz gern zum Gestalten von Duschwänden ein. Wird der Putz perfekt verdichtet, geglättet und/oder beschichtet, besteht keinerlei Verletzungsgefahr durch raue Stellen, wenn Sie später beim Duschen die Wand mit der Haut berühren.
Was kann ich beim Verputzen selber machen?
Dekorplatten
Der Fliesenspiegel in der Dusche oder direkt über der Badewanne lässt sich durch große attraktive Dekorplatten aus Glas, Acryl oder Aluminium ersetzen. Wenn Sie ein Bad oder eine Dusche sanieren ohne Fliesen, sind auch große Platten aus Naturstein möglich.
Granit und Marmor sind besonders beliebt. Natürlich können Sie auch jede andere Wand mit Dekorplatten versehen, wenn Sie ein Bad sanieren ohne Fliesen.
Der große Vorteil der flächigen Wandgestaltung ist das Wegfallen sämtlicher Fugen und die einfache Installation. Die Platten sind auf fast jedem Untergrund installierbar und die Auswahl an Designs ist riesig. Dekorplatten aus Glas oder Acryl können mit sehr individuellen Motiven versehen werden. Wie wäre es z.B. mit einem Foto vom letzten Strandurlaub oder einem Bild mit Regenwald-Motiv? Die Wandgestaltung im Bad mit Dekorplatten eröffnet Ihnen ganz neue Design-Perspektiven.



Feuchtraumtapete
Feuchtraumtapeten sind eine praktische Alternative, wenn Sie ein Badezimmer ohne Fliesen renovieren. Der Wandbehang sorgt für eine effektvolle neue Optik und ist vergleichsweise preiswert. Die speziellen Feuchtraumtapeten haben den Vorteil, dass sie sich leicht reinigen lassen. Sie können Sie ganz einfach abwischen. Außerdem schlagen Feuchtraumtapeten keine Wellen, weil sie wasserfest sind.
Die Hersteller bieten unzählige Motive und Dekore an, mit denen Sie die Wandgestaltung im Bad außergewöhnlich machen können. Punkte, Streifen, Blumen, grafische Muster, Holzdekor, Steindekor, Paisleymuster oder Schriftzüge – sie können aus den Vollen schöpfen.
Was tun mit den alten Fliesen?
Weitere Alternativen für ein Bad ohne Fliesen
PVC-Boden
Dieses Material gibt es auch in Stein-, Holz- und MetalloptikPaneele aus Spezialkunststoff
Sie sind lichtecht, wasserfest und lassen sich mit Silikon auf Wände oder Fliesen kleben. Mit maßgefertigten Platten können Sie auch Winkel verkleiden oder Vorwandinstallationen bauenHolz
Holzböden, Paneele und Co. wirken wunderschön in modernen und rustikalen Badezimmern. Sie sollten fugenlos ausgeführt, fachgerecht verlegt und entsprechend versiegelt werdenKork
Dieses robuste, warme Material wird auch in Platten- bzw. Fliesenform angeboten. Mit geeignetem Kantenschutz und der richtigen Versiegelung bleibt Kork auch im Bad viele Jahre lang schönSteinteppich
Ein in verschiedenen Dicken und Farben erhältlicher Bodenbelag aus Natursteinen, die in Epoxidharz oder Acryl eingebettet sind. Der alte Boden muss vorher grundiert werden

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